Meiner Mildthätigkeit sandtet ihr immer die frechsten Bettler zu; um mein Mitleiden drängtet ihr immer die unheilbar Schamlosen. So verwundetet ihr meine Tugend in ihrem Glauben.
Als ihr Vater jedoch sah, wie seine Tochter die Leute verspottete, wurde er böse und schwor, dass sie den erstbesten Bettler heiraten müsse, der vor der Tür stehe.
Sie gingen den Bettlergang mit dem Vater, wanderten hinaus auf das offenen Feld, auf die Heide in die Lehmhütte, die sie für anderthalb Taler jährliche Miete erstanden hatten.
Der alte König aber, als er sah, dass seine Tochter alle Freier verschmähte, die da versammelt waren, ward zornig und schwur, sie sollte den ersten besten Bettler zum Manne nehmen, der vor seine Türe käme.
Als das geschehen war, sprach der König: " Nun schickt sich nicht, dass du als ein Bettelweib noch länger in meinem Schloss bleibst, du kannst nun mit deinem Manne weiter ziehen."